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Nähtworker im Fokus – Theresa von Makesa Schnittdesign

Wir sind schon seit längerem Fans von Theresa und ihrem Schnittmusterlabel Makesa. Ihre femininen Schnittmuster sind gut durchdacht und mit viel Liebe für’s Detail kreiert. Für uns ist Theresa sowohl mit ihrem Fachwissen als Expertin im Bereich Mode und Design als auch ihrer liebevollen Art, dieses Wissen an ihre Community weiterzugeben, nicht mehr aus unserer Instagramgemeinschaft wegzudenken.

Wir freuen uns sehr, dass wir heute ein bisschen mehr über sie erfahren dürfen:

1. Liebe Theresa, möchtest du dich uns mal in 3 – 5 Sätzen vorstellen?

Ich heiße Theresa, bin 35 Jahre alt, verheiratet und Mama von 2 Jungs. Als Modepädagogin unterrichte ich an einer Modeschule in Wien Experimentelles Design, Nähtechnik, Schnittkonstruktion händisch und am PC und Textiltechnologie. Mit meinem eigenen Schnittmusterlabel MAKESA habe ich mir vor 2,5 Jahren einen echten Traum erfüllt. Das Nähen ist sowohl beruflich als auch in meiner Freizeit meine große Leidenschaft.

2. Wie bist du zum Nähen gekommen? Gab es ein bestimmtes Ereignis, eine bestimmte Person, durch die du zum Nähen gekommen bist?

Meine Oma hat mir die ersten Handgriffe gezeigt. Sie hatte ein eigenes Nähzimmer und ich habe es geliebt in ihrer Knopfkiste zu wühlen.

3. Wie viel Zeit verbringst du in der Woche ungefähr für Nähprojekte inkl. Recherche, Planung und Nähen?

Das ist wahnsinnig schwer zu beantworten. Manchmal nähe ich jeden Abend und dann steht die Nähmaschine wieder länger still, weil andere Dinge Priorität haben, aber es nimmt tatsächlich einen sehr großen Stellenwert in meinem Leben ein. Vermutlich vergeht kein Tag, an dem ich nicht ans Nähen denke, oder an dem ich nicht Pläne schmiede, Ideen notiere und einen leidenschaftlichen Blick auf meinen Stoffstapel werfe.

4. Was ist das erste Teil, dass du genäht hast?

Meine Oma nähte mit mir, ich denke ich war ca. 8 Jahre, aus einem alten 70er Jahre Vorhang einen Rock für meine Puppe. Seitdem weiß ich, wie man einen Tunnel steppt und einen Gummi einzieht. Mit 15 pauste ich mir aus einer Burda ein Sommerkleid ab. Ich bin noch immer verwundert, dass mir das gelungen ist. Ich nähte es aus einem roten Baumwollstoff, franste penibel den Saum aus und fertigte grüne Perlenträger an. 😀

5. Wie sieht dein Nähplatz aus?

Im Dachgeschoss, mit Blick auf den Wienerwald befindet sich mein Mini- Atelier! Mein Nähplatz steckt voller Geschichte. Ich nähe auf einem Schreibtisch, der schon meinem Urgroßvater gehörte und der mich bereits mein ganzes Leben lang begleitet. In den vielen kleinen Laden verbergen sich Spitzen, Borten, Bänder, Knöpfe, Verschlüsse, Nahtbänder, Garne, Farben, Papiere und viele Erinnerungen in Form von Fotos und Postkarten. Umgeben ist mein Nähtisch von zwei Bücherregalen, in dem einen bewahre ich meine Mode- Nähbibliothek auf, in dem anderen werden Schnittbögen, Boxen und Nähanleitungen für MAKESA gelagert. Gegenüber befindet sich mein PC-Arbeitsplatz, mein Schnittkonstruktionswand und ein Zuschneidetisch.

6. Gibt es etwas, dass du über`s Nähen gelernt hast, das dich nochmal richtig weitergebracht hat?

Ich habe ein Jahr lang die Meisterklasse für Haute Couture besucht und dort wahnsinnig viel zu Passform und Handwerkstechniken gelernt aber auch meine Berufsjahre in der Anfertigung von Theaterkostümen waren voller wertvoller Erfahrungen. 

Mein Nähmantra: „Lass dir Zeit!“

7. Was ist dein absoluter Lieblingsschnitt?

Definitiv zwei Schnitte, die ich in letzter Zeit wahnsinnig viel getragen habe, sind zwei meiner Schnitte und zwar: Wickelrock WIELA und Kleid KALA.

8. Hast du ein Lieblingsschnittmuster von Schnittduett?

In diesem Frühling habe ich Hose Wrapped und Bluse Cocoon genäht und ich liebe beide heiß. Zwei Schnitte die sofort zu meinen Lieblingsschnitten aufgestiegen und zwei Kleidungsstücke, die ich schon ganz oft getragen habe.

9. Auf welches Nähtool kannst du auf keinen Fall verzichten?

Eine gute Schere!

10. Beeinflusst Nähen dein Verhältnis zum Shoppen von Kleidungsstücken?

Ja total. Ich kaufe kaum noch Kleidung und greife hauptsächlich zu meinen selbstgenähten Kleidungsstücken. Mittlerweile weiß ich sehr genau, in welchen Materialien und Schnitten ich mich wohl fühle.

11. Was liegt gerade auf deinem Nähtisch? Was würdest du als nächstes gern nähen?

Momentan liegt ein Herren T-Shirt Schnitt von Merchant and Mills und passender Leinenjersey in Anthrazit auf meinem Zuschneidetisch. 

12. Hast du Nähziele oder gibt es etwas, das du gern noch lernen würdest?

Ich erforsche gerne alte, aber auch industriell, erzeugte Kleidungsstücke. Es gibt immer wieder neue Materialien, Techniken und Verarbeitungsmöglichkeiten zu entdecken.

13. Wem folgst du online gern, gibt es Leute die du sehr inspirierend findest?

Ja ihr zwei gehört definitiv dazu. Ohne jetzt zu schleimen :D: Ich liebe Selmins Fotos und Texte und Anjas Farb- und Moodboardstories. Ein Schnittduett Fan bin ich sowieso!

Es gibt so viele inspirierende Nähaccounts auf Instagram und mittlerweile eine Vielzahl an unterschiedlichen Schnittmusteranbieter/Innen, Stoffanbieter/ Innen denen ich total gerne folge.

Zu meinen Lieblingen aus dem deutschsprachigen Schnittmusterbereich gehören schnittliebe, labavarese, fashiontamtam, die kleidermacherin, makeityoursthelabel, thecouture, nannapatterndesign und und und.

14. Mit welchem Stoff nähst du am liebsten und warum?

Auf jeden Fall liebe ich Webware, für den Sommer greife ich gerne zu Viskose und Tencel, im Winter arbeite ich auch sehr gerne mit Wollstoffen. 


Liebe Theresa, vielen Dank dass Du da warst!

Ihr könnt Makesa Online in ihrem Makesa Online Shop besuchen oder auf Instagram folgen!

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